Letztes Feedback

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Das Genie beherrscht das Chaos - Schule in Ghana

Gestern war mein erster Tag in der Junior Highschool, vergleichbar mit den ersten Klassen unserer Weiterfuehrenden schulen. um 7:30 sollte assembly im Hof sein, alle stehn in zweierreihen nach Klassen sortiert. Tatsaechlich los gehts meistens um 7:50 oder so. Bekanntmachungen, dann singen die Schueler laut ein lied, waehrend die Reihen nacheinander in Richtung Klassenraum marschieren. Es sind drei lange Flache gebaeude, die je drei Klassenraeume beherbergen.
Am Mo sollte ich erst mal hospitieren, aber die english lehrerin ist nicht aufgekreutzt. Prima, meinte der Headmaster, "dann kannst du die Klasse kennenlernen!" und hat mich vor die Klasse gestellt und ist gegangen.
Ich hab dann angefangen, die schueler auszufragen und ihnen was von europaeischen Jahreszeiten zu erzaehlen. Ich war echt verzweifelt... Staendig drohten mir die themen auszugehen. Dann hat sich auch noch rausgestellt, dass englsich ne Doppelstunde ist... im Laufe dieser Zeit ist dann auch das restliche Drittel der 45 Schueler eingetudelt. Z.T. mit 3/4 Stunde verspaetung. Scheint hier nicht weiter aufzufallen.
dann war ich endlich erloest.
Heute war die Dame dann da und ich konnte es mir endlich ansehn. Leider hab ich mich auch in den Franzoesisch unterricht gesetzt, was mich vor das dilemma stellte, ob ich der Dame ihre vielen Fehler aufzeige, oder den Frieden wahre und akzeptiere, dass die Schueler voellig falsche saetze lernen...
Die Lehrer drohen oft mit der Rute, doch zum Glueck hab ich bisher noch nicht miterleben muessen, dass jemand verpruegelt wurde.
Sehr gewoehnungsbedurftig fuer mich ist auch das mass an respekt, den dieKinder den Carambas (Lehrer) entgegenzubringen haben: Kein Kind darf mich selbst meine Tasche tragen lassen, muss sie mir sofort abnehmen. Und wenn ich hunger hab oder muell vegzuwerfen, wird ein Kind gerufen, dass mir etwas zu essen kauft, bzw. den Muell entsorgt. Full service.
Um 14:15 ist dann nochmal abschluss-assembly, selbe Prozedur.
Hete war dann gegen ende des tages noch eine Klasse ohne lehrer. Also wurde ich reingeschickt. "lies einfach irgend nen Text mit ihnen". Gut das mir keienr gesagt hat, dass ungefaehr 1 Buch auf 10 Schueler kommt. Aber irgendwie haben wirs dann geschafft und ich hab ihenn bei gebracht was antonyms und synonyms sind, was Komparativ und Superlativ ist und es hat ihnen sichtlich spass gemacht mir beispiele zu nennnen. Und als dann die Glocke klang meinten einige ich soll doch weiter machen! Das ist doch ein Kompliment. Und selbst wenn sie nur so begeistert waren, weil ich weiss bin, ich glaube es ist ganz ok, wenn ich hier auch mal einen Vorteil davon hab...!
Liebe liebe Gruesse an alle, ich vermiss euch.
Evelyne
PS: vielen Dank helene fuer deine nachricht, ich freu mich druerber, dass ihr mich nciht vergesst! Ich denk an euch!

4.12.08 00:33

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tine (4.12.08 09:07)
Jetzt haben wir eine Dozentin in der Familie ! Ich kann mir vorstellen, daß es dir lang vorkommt, wenn du Kinder ohne Vorbereitung 2 Stunden lang beschäftigen muss ! Hoffentlich hast du eine Begabung für Improvisation !

Bei uns ist die Schule ein Teil unseres Lebens, etwas gewöhnliches, normales ... Dort müssen viele Kinder sich freuen, wenn sie überhaupt dorthin gehen dürfen ! Was du schilderst vom Alltag scheint trotz allem positiv zu sein. Und wie lernt deine kleine Nachbarin, die in die Schule nicht gehen kann ?

Alle denken an dich. Mamy vermisst dich. Die Nachbarn und viele Gengenbacher fragen oft nach dir. Sie sind begeistert von deiner Entscheidug nach Ghana zu gehen. Es ist sehr mutig ! Anna Niederberger findet deine Idee für einen Aufenthalt in Afrika echt super ... eine Erinnerung fürs Leben.

Ich freue mich jedes mal, wenn du etwas neues erzählst. Du hast etwas von Colombus, Jesus und Schwester Teresa : du entdeckst die Welt, du willst sie retten und den Armen helfen (grins). Ich arme dich um, liebe Evi.
Mama


De Coeyer Christian (5.12.08 07:52)
Héllo ! Evelyne, maman m'a informé que tu passais quelques mois de service si loin. J'apprend ausi que tu ne manges pas toujours à ta faim. J'espère de tout coeur que ton moral est au beau fixe.
Loin de chez soi donne souvent le mal du pays.
Claudine et moi t'embrassons très fort.
Tu dois certainement avoir beaucoup de succès auprès de tes petits élèves.
Puisse ton séjour t'apporter beaucoup de bonheur.
Tonton Christian


De Coeyer Christian (6.12.08 08:39)
Bonjour Evelyne,
Alors, tes petits amis ghanéens vont-ils bien?
Cela doit être fort agréable d'avoir des contacts si proche avec eux.
Cela doit te chnger beaucoup du confort européen où iol n'y a qu'à tourner le robinet pour avoir de l'eau.
Ils sont certainement beaucoup plus vrai que nous dans leurs relations.
Claudine et moi pensons beaucoup à toi.
Notre déménagement est maintenant presque terminé mais nous avons encore beaucoup de travail pour rénover le living.
voici notre adresse e.mail cdecoeyer@voo.be tu peux toujours nous écrire cela fait plaisir.
Bon séjour Evelyne et de tout coeur avec Toi.
Tonton Christian et tante Claudine


Bernd (9.12.08 13:50)
Hallo,
ich habe heute mit Evelyne telefoniert. Es geht ihr gut. Sie war am Sonntag in einem Nationalpark mit ihren Freundinnen. Sie mussten jetzt 2 Tage wartne bis sie zurück fahren konnten, da sämtliche Busse aus verschiedenen Gründen abgesagt wurden. Sie meldet sich bald mal wieder.
Grüße Ihr Papa

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen